Ernährungsberatung

Eine Ernährungsberatung richtet sich an gesunde Menschen und ist sinnvoll, wenn Sie gesundheitlichen Störungen vorbeugen möchten, eine nachhaltige und angemessene Reduktion Ihres Gewichts wünschen (BMI bis <30 ohne Begleiterkrankungen) und prüfen möchten, ob eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen gewährleistet ist.

Persönliche Beratung

Im Mittelpunkt der Beratung stehen Ihre Bedürfnisse, Ihre Lebenssituation und Ihre realen Möglichkeiten der Veränderung. Eine ausgewogene Ernährungsweise fördert Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden. Vielen Erkrankungen wie z.B. Osteoporose, Dickdarmkrebs, Fettstoffwechselstörungen oder Diabetes mellitus Typ 2 können durch eine gesunde Ernährung vorgebeugt werden.

Vollwertige Ernährung

Eine vollwertige Ernährung ist die Basis für bedarfsgerechtes, gesundheitsförderndes Essen und Trinken. Sie kann dazu beitragen, Wachstum, Entwicklung und Leistungsfähigkeit sowie die Gesundheit des Menschen ein Leben lang zu fördern bzw. zu erhalten.

Begriffserklärung

 

Diät - was???

 

Das bekomme ich oft zu hören, wenn mich jemand nach meinen Beruf fragt. Sehr oft haben die Leute den Begriff DIÄTassistentin damit verbunden - das ich beim abnehmen helfe und Diättipps verteile.

Jedoch ist eine Diätassistentin viel mehr, als nur ein guter Ansprechpartner, wenn es um Gewichtsverlust geht.Ditassistenten 1

 

Auch die Berufsbezeichnung DiätASSISTENTIN - ist unglücklich gewählt und erschwert uns öfters den Arbeisalltag. Denn im Gegensatz zu einem Assistenten, dürfen wir Diätassistentin - ohne Anweisung vom Arzt (!!!) - eigenverantwortliche diättherapeutische und ernährungsmedizinische Maßnahmen durchführen.

 

Was bedeutet der Begriff „eigenverantwortlich“?

... bedeutet, dass eine Diätassistentin oder ein Diätassistent die inhaltliche und rechtliche Verantwortung für ihr bzw. sein Handeln trägt. Ein Arzt stellt eine medizinische Diagnose bei einem Patienten und veranlasst die Ernährungstherapie durch eine Diätassistentin. Diese trägt dann die volle inhaltliche (fachliche Richtigkeit) und rechtliche Verantwortung. Zugleich darf sich der veranlassende Arzt – anders als bei einer Delegation an Dritte, die nicht einem zu diesem Zweck ausgebildeten Heilberuf angehören – grundsätzlich darauf verlassen, dass die Ernährungsberatung durch einen Diätassistenten aufgrund von dessen formaler Qualifikation die notwendige Qualität aufweist.

 

Somit sind Diätassistenten Experten für Diättherapie und Ernährungsberatung. Sie führen diättherapeutische Beratungen, Ernährungsberatungen und diättherapeutische Einstellungen durch, sie erarbeiten Diät- und Ernährungspläne für Einzelpersonen oder für Gruppen und verantworten deren theoretische und praktische Umsetzung (beispielsweise in Kliniken, oder als Selbstständige in eigenen Praxen.)

 

 

Aufgaben und Kompetenzen

 

Der Beruf des Diätassistenten gehört zu den bundesrechtlich geregelten Heilberufen, (auch Gesundheitsfachberufen oder Medizinalfachberufen). Der Beruf ist über das Diätassistentengesetz (DiätAssG) und die dazugehörige Ausbildungs- und Prüfungsordnung (DiätAss-APrV) geregelt.

Die Ausbildung dauert drei Jahre und darf ausschließlich an staatlich anerkannten Schulen erfolgen. Sie schließt mit einer mündlichen, schriftlichen und praktischen Prüfung ab. Diätassistenten arbeiten in folgenden Bereichen:

 

  • Klinische Diätetik und Ernährung
  • Administration (Verpflegungsmanagement)
  • Public Health (Prävention und Gesundheitsförderung)
  • Lehre und Forschung

 


Berufsgeschichte

Die Berufsgeschichte der Diätassistenten in Deutschland beginnt in den 1920'er Jahren. Krankenschwestern bereiteten in den Teeküchen der Stationen in den Krankenhäusern ärztlich verordnete Diäten zu. Mitte der 20er Jahre wurde eine berufliche Weiterqualifikation zur Diätschwester eingeführt, die kurze Zeit später zu einer eigenständigen zweijährigen Ausbildung zur Diätschwester erweitert wurde. In den 30er Jahren etablierte sich die Berufsbezeichnung Diätassistentin, und die ersten Diätschulen entstanden. 1937 erhielt der Beruf die staatliche Anerkennung.

Bedingt durch den "Zweiten Weltkrieg wurde in vielen Schulen die Ausbildung eingestellt, um sie nach Ende des Krieges wieder aufzunehmen. Zunächst entwickelte sich sowohl in der Bundesrepublik Deutschland als auch in der DDR der Beruf gleich weiter. In den 50er Jahren wurde die Ausbildung der Diätassistenten in der DDR auf drei Jahre angehoben. In der Bundesrepublik wurde die Ausbildung zunächst auf drei und dann auf vier Jahre (inkl. Anerkennungsjahr) angehoben. In den 70er Jahren wurde sie wieder auf zwei Jahre gekürzt.

Erst nach der Wende wird die Ausbildung bundeseinheitlich auf drei Jahre festgelegt und somit den Anträgen des westdeutschen Verbandes der Diätassistenten auf Verlängerung der Ausbildung stattgegeben. Seit 1974 ist die Ausbildung zum staatlich anerkannten Diätassistenten bundeseinheitlich im Diätassistentengesetz (DiätAssG) geregelt. Im gleichen Gesetz ist auch der Berufstitel geschützt.


Mit der Unterstützung der 1954 gegründeten Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) wurde 1957 in Mainz die „Vereinigung staatlich anerkannter Diätassistentinnen und  Ernährungsberater Deutschlands“ gegründet, aus dem der heutige "Verband der Diätassistenten - Deutscher Bundesverband e. V.“ (VDD) entstand.


Zertifizierte Ernährungsberatung

Wer eine Ernährungsberatung in Anspruch nehmen möchte, weil er übergewichtig ist und abnehmen möchte, an einer Allergie leidet oder wegen einer Krankheit Hilfe benötigt, steht vor der Aufgabe eine qualifizierte Fachkraft zu finden. Was viele nicht wissen: Das Berufsbild bzw. die Bezeichnung „Ernährungsberater/in“ ist rechtlich nicht geschützt. Jeder kann sich Ernährungsberater nennen und Diättherapien und Ernährungsberatung durchführen.

Um Verbraucher bei der Suche nach einer qualifizierten Ernährungsfachkraft zu unterstützen, hat der Koordinierungskreis „Qualitätssicherung in der Ernährungsberatung und Ernährungsbildung“ seine Rahmenvereinbarung, die erstmals 2005 erschien, aktualisiert. Sie legt die Anforderungen an Fachkräfte, die Ernährungsberatung bzw. -therapie sowie Maßnahmen der Ernährungsbildung durchführen, fest, stellt anerkannte Zertifikate vor und erläutert diese.


Was eine gute Ernährungsberatung ausmacht:


Eine abgeschlossene Berufsausbildung als Diätassistent oder Oecotrophologe bzw. Ernährungswissenschaftler – mit Diplom, Bachelor oder Master – ist die Grundvoraussetzung. Außerdem muss der Berater eine gültige Zusatzqualifikation aufweisen können z.B.:

  • VDD Fortbildungszertifikat
  • Ernährungsberater/ DGE, Ernährungsmedizinischer Berater/ DGE
  • Ernährungsberater VDOE
  • Qualifizierter Diät- und Ernährungsberater/ VFED
  • QUETHEB- Registrierung

 

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